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Dankbarkeit

Hallo Welt!

Als ich im Januar 2017 meine seit Wochen schmerzende Schulter röntgen lies, sagte mein Orthopäde, dass ich "wieder" ein neues Gelenk bräuchte. Die Schulter ist stark arthrotisch, die Bizepssehne gerissen und die Rotatorenmanschette ist auch angegriffen.

Als ob ich nicht schon genug neue Gelenke hätte. Ich mutiere zum Titan- Cyborg.

Diese Nachricht stürzte mich in ein tiefes Tief. Sehr tiefes Tief! Ich hatte keine Lust mehr auf Op´s, lange Krankenhausaufenthalte, stationäre Reha´s, Erneuerungen. Wie sollte ich mit dieser Info umgehen. Es dauerte eine Weile, bis ich aber dann doch irgendwie eine Art Frieden in mir spürte. Frieden mit allem was kommt. Mein Leitspruch vom indischen Yoga-Meister Yogannanda war in dieser Zeit: " Ich habe nichts gegen das was geschieht". Irgendwie fing ich an, diesen Satz zu verstehen. Natürlich "heilt" dieser Satz nicht. Aber er lehrte mich, alles anzunehmen, was kommt. Frei nach dem Motto: Ich bin glücklich wenn es regnet....denn wenn ich unglücklich bin regnet es trotzdem.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht alles versuchte um mein Schultergelenk zu "retten".

Ich nahm knorpelaufbauende Präparate ein (welche siehst du unter NATÜRLICHE MEDIZIN), entzündunghemmende Naturheilmittel und natürlich bewegte ich mich regelmäßig an der frischen Luft. Parallel hatte ich einen sehr schönen und besonders die Ernährung betreffenden Aufenthalt in der Heilfastenklinik Buchinger- Wilhelmi in Überlingen und war in einem wunderbaren Camp, welches sich Stiftung-Auswege

(www.stiftung-Auswege.de)  nennt.

Als ich dann im Oktober 2017 wieder zum Orthopäden ging, sagte er mir, dass es reicht die Bizepssehne anzunähen, die Rotatorenmanschette zu rekonstruieren und das Gelenk ein wenig zu glätten. Gesagt getan. 2 Tage Krankenhausaufenthalt, 4 Wochen ambulante Reha, weiterführende Krankengymnastik. Aber KEIN neues Gelenk! Auf dem Foto seht ihr noch schwach meine schöne 3 Monate alte Narbe an der Schulter. Ich weiß nicht was wirklich geholfen hat. Aber auf jeden Fall bin ich dankbar, dass ich in ein Vertrauen kam, dass alles was kommt schon seine Richtigkeit hat.

Es zeigte mir wieder, nicht aufzugeben und gleichzeitig anzunehmen was auch immer kommen möge....