Tatort der Erleuchtung

Hallo Welt!

Wer hätte es gedacht. Da schaue ich gestern einen älteren TATORT im Fernsehen an, und was sagt da ein Kommissar?:

"Was nutzt mir mein Problem. Eine ehrliche Antwort darauf ist schon mal ein guter Anfang!"

WOW. Das hatte ich schon mal vor Jahren gehört aber der Kommissar hat es wieder in mir aktiviert.

Was nützt einem das Problem? Was nützt einem eine Krankheit??

Ich denke ein großer Prozentsatz möchte dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Über was wird normalerweise am meisten geredet? Das Wetter und Krankheiten. Man wird gefragt:" Wie geht's dir denn?" Man antwortet: "Oh je, gar nicht gut." Man hört:" du Arme. Was hast du denn? .....Soll ich dir zuhören? .....Brauchst du gerade Aufmerksamkeit?".

Das könnte ein Aspekt sein warum man die ein oder andere Krankheit hat. Man nennt dieses Verhalten auch einen Krankheitsgewinn.

Aber es kann auch andere Gründe geben:

Es gibt 3 Stufen dieses "Gewinns":

1" Primärer Krankheitsgewinn

Beim primären Krankheitsgewinn erlangt eine von einer Erkrankung betroffene Person einen Nutzen aus der Krankheit. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Situationen oder Konflikte vermeiden, so dass derjenige Vorteile aus dem erkrankten Zustand ziehen kann. Oft geschieht dies unbewusst.

2 Sekundärer Krankheitsgewinn

Beim sekundären Krankheitsgewinn erlangt der Betroffene zusätzlich zu den bereits bestehenden Vorteilen Aufmerksamkeit und Mitgefühl seitens der ihn umgebenden Mitmenschen. Empfindet er diese als angenehm, kann es sein, dass derjenige sogar versucht den Krankheitszustand hinauszuzögern, um die Zuwendung weiterhin zu erfahren.

Insbesondere bei psychiatrischen Erkrankungen der sekundäre Krankheitsgewinn für die Therapie bedeutsam: Ein Patient, dessen Krankheitsgewinn subjektiv die negativen Folgen der Symptomatik auf- oder überwiegt, zeigt eine geringere Bereitschaft, aktiv an der Krankheitsbewältigung mitzuwirken.

3 Tertiärer Krankheitsgewinn

Beim tertiären Krankheitsgewinn handelt es sich um Vorteile, die die Umgebung aus der Erkrankung einer Person zieht. Vor allem das Gefühl gebraucht zu werden, oder die Befreiung von der eigenen Arbeit aufgrund der Pflegebedürftigkeit eines Mitmenschen, oder auch der bloße finanzielle Nutzen stehen meistens im Vordergrund"

(http://flexikon.doccheck.com/de/Krankheitsgewinn)

 

Sollten wir uns aber dafür schämen oder uns schlecht fühlen, wenn wir uns so verhalten?

Nein! Natürlich nicht. 

Unsere ehrliche Antwort darauf, führt uns nämlich auf den Weg zur Ursache. Und das ist doch toll.

Erkenne ich, dass ich die Krankheit nutze um z.b. Aufmerksamkeit zu bekommen, oder etwas nicht möchte und die Krankheit vorschiebe. Oder was auch immer es ist. Ich habe HIER einen Ansatz den Grund meiner Krankheit zu erforschen. Dies zu erkennen ist schon mal ein sehr großer Fortschritt.

 

Achtet einfach mehr und mehr auf euer Verhalten, wenn ihr die Krankheit als Grund für etwas nennt. Dann haltet kurz inne und hinterfragt euch, ob das auch wirklich der WAHRE Grund ist.

Oder was steckt WIRKLICH dahinter?

 

Eine ehrliche Antwort ist ein guter Anfang!

Eure Monika