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Schamanen- alles Scharlatane???

Hallo Welt!

Ich flog im November 2010 nach Peru, Iquitos, zum Schamanen Don Augustin.

Ich hörte von ihm im Video von Clemens Kuby  "Unterwegs in die nächste Dimension" und war sofort neugierig geworden.

Ich hatte auf meinen Wegen schon vieles ausprobiert. Ein Schamane war noch nicht dabei.

Ich blieb mit einer Gruppe von 12 Teilnehmern in Don Augustins Camp. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Er hatte so eine witzige verschmitzte Art an sich. Abends erzählte er Geschichten! Wenn nur die Hälfte davon WIRKLICH so passiert ist, dann hat er so einiges schon erlebt.

Ich ging wegen des Rheumas hin aber auch, weil ich eine fette Bursitis, eine Schleimbeutelentzündung am Ellbogen hatte. Nach ein paar Tagen meinte Augustin zu mir, er möchte das gerne aufschneiden. Nur so könne er es weg machen.

 

Ich überlegte: Im Dschungel? Ein Ellbogen aufschneiden? Was ist mit Narkose? Sterilem Skalpell? Nachbehandlung???

Ok, ich mach´s!

Schließlich dachte ich mir, dass ich hier bin, um neue Wege zu gehen. Also sagte ich zu.

An meinem Geburtstag der 18.11.  wurde alles vorbereitet: Gott sei Dank hatte ein Teilnehmer ein Ein-Weg -Skalpell. Ich legte mich also auf einen Tisch, den Ellbogen zu Don Augustin gewandt,  und wartete darauf, dass Don Augustin mich irgendwie narkotisiert.

 

Aber plötzlich begann ich "Freude schöner Götterfunken" lauthals zu trällern. Wie durch einen Nebel hindurch, meinte ich immer mal wieder etwas brennen oder stechen an meinem Ellbogen zu spüren. Ich hatte meinen Kopf weg gedreht. Konnte also nicht sehen, was da geschah. Aber irgendwie spürte ich, dass dieses singen und Don Augustins Aura meine Narkose waren. Er schnitt meine Bursitis auf, reinigte sie mit frischen abgekochten Tabakblättern, legte eine Drainage mit einem Stück Mull und verband meinen Ellbogen. Nach ca. 15 Minuten Gesang war er fertig. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich Schmerzen. In den restlichen 10 Tagen wechselte er mir regelmäßig die Drainage. Auch das tat nie weh.

Ich machte Wanderungen mit, schwamm im Wasser (Ellbogen blieb oberhalb) und nahm an den Ayahuasca- Zeremonien teil. Die Wunde heilte so perfekt aus, dass man heute keinerlei Narbe mehr sieht. Die Bursitis kam nie wieder.

 

Jahre zuvor hatte ich das selbe, jedoch am anderen Ellbogen. Diese Bursitis lies ich unter Vollnarkose im KH von einem Doktor operieren. Die Drainage war eine fette Kanüle welche sehr unangenehm war, und ich nicht viel damit machen konnte.

Heute, Jahre später, ist immer noch eine sichtbare Narbe zu sehen.

Schamanen- alles Scharlatane?

Ich frage mich nicht, wer hier der fähigere Mann war......

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Kommentare: 1
  • #1

    Cera (Sonntag, 27 Mai 2018 20:35)

    Danke dass du uns deine Geschichte mitteilst. Ich finde das wir ein bisschen offen für andere Wege seien sollen und einfach probieren.
    Den Kontakt zu die spirituelle Welt spiegelt sich in unser Alltag Leben und von dort können wir Heilung nehmen.
    Liebe Grüße aus Bonn
    Cera